Wenn sich Gedanken oder Handlungen nicht mehr kontrollierbar anfühlen.

Vielleicht kennen Sie das: Ein Gedanke drängt sich auf, immer wieder. Obwohl Sie wissen, dass er übertrieben oder irrational ist, lässt er sich kaum abschütteln. Oder Sie verspüren den starken Impuls, bestimmte Handlungen auszuführen, zu kontrollieren, zu ordnen oder zu wiederholen. Kurzzeitig entsteht Erleichterung, doch die Anspannung kehrt zurück. Wenn Gedanken oder Rituale zunehmend Zeit und Energie kosten, kann eine Zwangsstörung dahinterstehen.

  • Eine Zwangsstörung ist gekennzeichnet durch:

    • wiederkehrende, aufdrängende Gedanken (Zwangsgedanken)

    • wiederholte Handlungen oder mentale Rituale (Zwangshandlungen)

    Typische Zwangsgedanken können sich um Themen wie:

    • Angst vor Verunreinigung

    • Kontrollverlust

    • Verantwortung für mögliche Fehler

    • moralische oder aggressive Inhalte drehen.

    Zwangshandlungen können z. B. sein:

    • wiederholtes Kontrollieren

    • exzessives Händewaschen

    • Ordnen oder Zählen

    • gedankliche Rituale

    Entscheidend ist: Die Betroffenen erleben diese Gedanken und Handlungen als belastend und nicht freiwillig.

  • Unterstützung ist sinnvoll, wenn:

    • Gedanken oder Rituale täglich viel Zeit einnehmen

    • Sie darunter leiden

    • Vermeidung zunimmt

    • soziale oder berufliche Einschränkungen entstehen

    • Sie das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren

    Viele Betroffene schämen sich oder sprechen lange nicht darüber.
    Zwangsgedanken sagen jedoch nichts über Ihre Persönlichkeit oder Ihre Werte aus.

  • Zwangsstörungen entstehen meist durch ein Zusammenspiel aus:

    • erhöhter Verantwortungsübernahme

    • starkem Sicherheitsbedürfnis

    • perfektionistischen Tendenzen

    • innerer Anspannung

    • bestimmten Bewertungsmustern

    Rituale dienen kurzfristig der Spannungsreduktion. Langfristig stabilisieren sie jedoch den Kreislauf.

  • Zwangsgedanken sind in der Regel Ausdruck von Angst oder innerer Anspannung – nicht von tatsächlichen Absichten. Sie bedeuten nicht, dass Sie diese Gedanken umsetzen möchten. Viele Betroffene leiden gerade deshalb, weil die Inhalte nicht zu ihren Werten passen.

Wenn Gedanken oder Handlungen zunehmend Druck erzeugen und Ihr Leben einschränken, müssen Sie diesen Weg nicht alleine gehen.

Psychotherapie bei Zwangsstörungen in Baden bei Wien

Psychotherapeutische Begleitung bei Zwangsstörungen in Baden bei Wien

In meiner Praxis in Baden bei Wien begleite ich Menschen, die unter Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen leiden.

Im therapeutischen Prozess geht es unter anderem darum:

  • die Funktion der Zwänge zu verstehen

  • belastende Bewertungsmuster zu erkennen

  • schrittweise neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln

  • innere Sicherheit aufzubauen

Ziel ist nicht, Gedanken zu „verbieten“, sondern einen veränderten Umgang mit ihnen zu entwickeln.